Radeln im Winter – (Dienstfahrrad)-Tipps gegen Kälte, Nässe, Schmuddelwetter & Co.

Nass, kalt, ungemütlich! Wenn das Wetter umschlägt, ist die Fahrradsaison für viele vorbei. Sinkende Temperaturen und Schmuddelwetter sind aber kein Grund, sein Dienstfahrrad im Keller einzuwintern! Mit unseren Tipps für das Radfahren im Winter sind Sie startklar für die kalte Jahreshälfte und können die weniger befahrenen Radwege genießen. Außerdem: wer im Alltag mit dem Rad unterwegs ist, bringt Kreislauf und Immunsystem in Schwung und beugt so Müdigkeit und Erkältungen vor. Ride on!

1. Licht an: Im Winter bricht die Dunkelheit schnell und früh herein. Kontrollieren Sie, ob Ihr Dynamo funktioniert bzw. ob die Akkus von Vorder- und Rücklicht geladen sind. Speichenreflektoren erhöhen die seitliche Sichtbarkeit.

Unser Tipp:  Damit Sie andere Verkehrsteilnehmer nicht blenden, sollte das Licht ihrer Lampe etwa zehn Meter vor dem Rad auf die Straße fallen.

2. Sattel absenken: Bei widrigen Verhältnissen auf den Radwegen empfehlen wir Ihnen den Sattel um einige Zentimeter tiefer zu stellen. So sind Sie im Notfall schneller mit den Füßen auf dem Boden, um das Fahrrad abzufangen.

Unser Tipp:  Tempo runter! Eis, Schneematsch und altes Laub sorgen für Glätte auf den Radwegen. Wer zu schnell fährt, scharf abbiegt oder abrupt bremst, rutscht weg.

3. Winterreifen: Wechseln Sie auch bei Ihrem Fahrrad von Sommer- auf Winterreifen! Sobald die Radwege rutschig werden, sollten Sie spezielle Reifen aufziehen, die – neben einem geeigneten Profil – z.B. Partikel aus Siliziumkarbid enthalten. Diese machen die Lauffläche rau und verbessern so den Grip. Für schneereiche Regionen sind Winterreifen mit Spikes ideal.

Unser Tipp: Reduzieren Sie den Reifendruck! Ein geringerer Luftdruck erhöht die Auflagefläche und senkt so die Rutschgefahr.

4. Fahrradservice: Machen Sie ihr Fahrrad fit für den Winter! Nasse Bremsbeläge sorgen nicht nur für einen längeren Bremsweg sondern nutzen sich auch schneller ab. Prüfen Sie deshalb vor jeder Fahrt, ob die Bremsen sicher greifen und ölen Sie ihre Kette regelmäßig!

Unser Tipp: Vor allem Plastikpedale sind bei Nässe sehr rutschig. Tauschen Sie ihre Pedale für mehr Sicherheit gegen spezielle Anti Rutsch Pedale aus.

5. Warm bleiben: Im Winter ist warme, funktionale Kleidung ein Muss – am besten im Zwiebelprinzip. Außerdem gibt es ein paar kleine Wunderwaffen gegen eisige Temperaturen: Überschuhe, z.B. aus Neopren, schützen effektiv vor Kälte, Nässe, Schmutz und hässlichen Salzrändern. Ein Nierengurt und Wärmepads in Handschuhen oder Hosentaschen wirken Wunder!

Unser Tipp:  Stecken Sie eine Thermoskanne mit heißem Tee ein, wenn Sie länger unterwegs sind.

6. E-Bike Akkus schützen: Bei niedrigen Temperaturen lässt die Leistungsfähigkeit des E-Bike Akkus nach. Das Ergebnis: Die Reichweite sinkt. Wer keine Garage für sein E-Bike hat, sollte den Akku über Nacht mit nach drinnen nehmen.

Unser Tipp:  Schützen Sie den Akku mit speziellen Neoprenhüllen vor Kälte, wenn das E-Bike längere Zeit draußen steht.

7. Windchill vermeiden: Der Fahrtwind kühlt unbedeckte Haut um 3 bis 5°C herunter. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann bei frostigen Temperaturen zu Erfrierungen führen. Verwenden Sie zur Isolation der empfindlichen Gesichtshaut eine wasserarme, stark fetthaltige Kältecreme.

Unser Tipp: Eine Schutzbrille schützt vor schneidendem Fahrtwind und fliegenden Schneeflocken!