Unfallversicherung beim Dienstrad: Wer haftet, wenn’s kracht?

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Unfallversicherung beim Dienstrad: Wer haftet, wenn’s kracht?

Jeder dritte Arbeitnehmer fährt mittlerweile mit dem Fahrrad zur Arbeit, bei den 14- bis 29-jährigen sind es sogar doppelt so viele*. Sei es, um dem lähmenden Berufsverkehr zu entgehen oder der Gesundheit Gutes zu tun – das Verkehrsmittel Fahrrad boomt.

Umso besser, wenn der Arbeitgeber diese Begeisterung teilt und seiner Belegschaft Diensträder zur Verfügung stellt. Diese dürfen übrigens nicht nur auf dem Weg zur Arbeit, sondern auch in der Freizeit genutzt werden. Was aber, wenn’s kracht? Wer haftet bei Unfällen in der Freizeit und wer auf dem Weg zur Arbeit? Hier finden Sie die Antworten.

Wann wird das Dienstrad zum Privatrad?

Auch wenn der Name etwas irreführend ist: Genutzt werden soll das Dienstrad nicht nur auf dem Arbeitsweg, sondern ganz klar auch in der Freizeit. Der Übergang vom Dienst- zum Privatrad ist immer dann gegeben, wenn der Arbeitnehmer den direkten Arbeitsweg verlässt. Dies ist auch dann der Fall, wenn er auf dem Weg zur Arbeit einen Zwischenstopp einlegt, beispielsweise um sich eine Verpflegung für die Mittagspause zu besorgen.

Wie intensiv das Dienstrad zum Einsatz kommt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Allerdings gilt auch hier: Der gute Wille allein zählt nicht. Wer sein Wohlbefinden und seine Gesundheit steigern, Stau und Parkplatzprobleme vermeiden und die Umwelt schonen möchte, muss sich regelmäßig aufs Fahrrad schwingen.

Unfallversicherung: Wann haftet der Arbeitgeber?

Der Arbeitnehmer ist auf dem direkten Arbeitsweg über die Berufsgenossenschaft des Arbeitgebers versichert. Und genau an diesem Punkt ist Vorsicht geboten: Bei besagtem Zwischenstopp verlässt der Arbeitnehmer den direkten Arbeitsweg, und der Versicherungsschutz der Berufsgenossenschaft erlischt. Kommt es zum Unfall, wird die  private Unfall- und Krankenversicherung in die Pflicht genommen. Begibt sich der Arbeitnehmer nach einem Einkauf zurück auf den direkten Arbeitsweg und verunglückt dort, haftet die Berufsgenossenschaft.

Unfallschutz Dienstrad

Wann Berufsgenossenschaft und private Unfallversicherung bei einem Dienstradunfall haften ist genau geregelt.

Die Verpflichtungen des Arbeitnehmers

Der Versicherungsschutz selbst ist an keine konkreten Auflagen gebunden, allerdings muss der Arbeitnehmer seiner Mitwirkungs- und Sorgfaltspflicht nachkommen. Deren Inhalte erklären sich im Grunde mit dem gesunden Menschenverstand:  Straßenverkehrsordnung beachten, die Fahrgeschwindigkeit der Witterungs- und Straßenlage anpassen, eine verantwortungsvolle Beteiligung am Verkehr etc.

Die Formalitäten nach einem Unfall regelt die Versicherung, mit den gesundheitlichen Folgen eines Sturzes muss der Radfahrer allerdings selbst klarkommen. Deshalb ist es überaus wichtig, möglichen Verletzungen bereits im Vorfeld mit der richtigen Ausstattung und angemessenem Fahrverhalten vorzubeugen.

Deshalb:

  • Fahrradhelm aufsetzen.
  • Helle Kleidung tragen, mindestens jedoch reflektierende Elemente anbringen.
  • Handy und mp3-Player in die Tasche.
  • Eindeutig und vorausschauend Fahrrad fahren.
  • Handzeichen geben und Blickkontakt zu anderen Verkehrsteilnehmern suchen.
  • Abbiegende Autos und Lkw erfordern erhöhte Aufmerksamkeit: Raus aus dem toten Winkel.
  • Fahrfehler anderer Verkehrsteilnehmer einkalkulieren und entsprechend reagieren.
Gute Fahrt!

 

„Für viele Menschen ist das Rad eine echte Alternative zum Auto oder ÖPNV. Die meisten fahren mit ihrem eigenen Rad, doch immer mehr können auch auf Diensträder zurückgreifen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass nicht nur das Fahrrad den Sicherheitsanforderungen genügt, sondern auch, dass der Radfahrer sicher unterwegs ist. Dazu gehört auch ein Fahrradhelm.“

Prof. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht e.V. und Bundesminister a.D.

 

Rundumschutz mit Mobilitätsgarantie für das Dienstrad

company bike solutions bietet seinen Kunden eine Zusatzversicherung für das Dienstrad an. Diese haftet unter anderem bei Diebstahl, Bedienungsfehlern, Elementarschäden und Akku- und Motorschäden bei Pedelecs. Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne.

 

* Fahrradmonitor 2015 des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

 

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