Das Firmenfahrrad für die gesamte Belegschaft

Das Firmenfahrrad für die gesamte Belegschaft

Das Firmenfahrrad ersetzt immer häufiger den Firmenwagen. Das Statussymbol Auto verliert zunehmend an Wert. Deutlich wird dies nicht nur am Erfolg von Car Sharing und am wachsenden Anteil des Radverkehrs am Nahverkehr. Auch auf Tagungen und Verbandstreffen von Personalleitern und Geschäftsführern wird diese Entwicklung heiß diskutiert. Eine attraktive und oft thematisierte Alternative zum Dienstwagen ist das Dienstfahrrad. Grund genug für ein Gespräch mit Markus Maus, Geschäftsführer der auf die Vermittlung von Firmenfahrrädern spezialisierten Münchner „company bike solutions GmbH“.

Michael Kausch (MK): Herr Maus, gibt es tatsächlich einen Trend zum Firmenfahrrad?

Markus Maus (MM): Eindeutig ja. Ein Grund dafür ist, dass sich die heutige Mitarbeiterstruktur der Unternehmen aus drei Generationen unterschiedlichster Wertesysteme bildet. Während die Babyboomer aus den Geburtsjahrgängen 1955 bis 1970 in der Phase des materiellen Wachstums groß wurden, aber kaum Möglichkeiten zur Differenzierung hatten, ist die Generation X der von 1970 bis 1985 geborenen stark auf ihre persönliche Einzigartigkeit getrimmt. Im Dienstwagenmarkt lässt sich das ganz hervorragend beobachten: Die Bandbreite der angebotenen Modelle hat sich in den vergangenen Jahren erheblich gesteigert und ermöglicht dem Fahrer höchstmögliche Individualität. Blickt man hingegen auf die ganz Jungen, nach 1985 Geborenen, diskutiert sich die Work-Life-Balance nochmals völlig anders:

Sie setzen stark auf immaterielle Werte wie Zufriedenheit, Gesundheit und Unabhängigkeit. Statussymbole sind weniger wichtig, während soziale und Umwelt-Themen enorm an Bedeutung gewinnen. Die Generation Y will für Arbeitgeber tätig sein, die sich den neuen sozialen und ökologischen Herausforderungen stellen.

Das Firmenfahrrad profitiert vom Wertewandel

Markus Maus

Markus Maus, Geschäftsführer von company bike solutions: „Das Firmenfahrrad ist der heiße Trend bei der Gehaltsumwandlung“

MK: Das Auto als Statussymbol verliert also an Bedeutung und zeitgleich werden Gesundheit und Umweltbewusstsein wichtiger?

MM: Genau so ist es. Wegen eines Firmenwagens bleibt der typische Vertreter der Generation Y seinem Arbeitgeber nicht treu. Dabei färbt das Wertesystem der Jungen immer stärker auch auf die älteren Arbeitnehmer ab. Auch sie schätzen sozial- und umweltbewusste Arbeitgeber und achten mehr auf ihre Gesundheit. Deshalb diskutieren Personaler und andere Unternehmensmanager Alternativen im Gratifikationssystem, unter anderem eben auch das Firmenfahrrad.

MK: Was hat denn der Arbeitnehmer vom Firmenfahrrad?

MM: Grundsätzlich kann er sich bei einem Firmenfahrrad bis zu 50 Prozent der Kosten sparen. Dieser Kostenvorteil entsteht durch günstigere Einkaufskonditionen des Unternehmens und natürlich auch durch die steuerliche Förderung im Zuge der Gehaltsumwandlung. Dazu kommt ein technischer Premium-Service und –  vielleicht wichtiger als alles andere – der positive Effekt auf seine Gesundheit durch die regelmäßigen Nutzung des Dienstfahrrads auf dem Weg zur Arbeit und in der Freizeit.

MK: Erkauft sich der Nutzer diesen Kostenvorteil durch eine Einschränkung bei der Auswahl seines Wunschrads?

Firmenfahrrad

Markus Maus auf seinem Firmenfahrrad

MM: Nein. Grundsätzlich können die Unternehmen, denen wir unseren Komplett-Service rund um Firmenfahrräder anbieten, aus über 1000 verschiedenen Rädern wählen. Der einzelne Mitarbeiter kann in der Regel über das Portal seines Arbeitgebers aus rund 90 verschiedenen Fahrrädern wählen. Da ist für jeden das richtige Modell dabei.

MK: Und warum sollten Personal-Chefs auf das Firmenfahrrad als Alternative zum Firmenwagen setzen?

MM: Unternehmen, die ihren Mitarbeitern ein Firmenfahrrad anbieten, haben eine ganze Reihe von Vorteilen: Das Firmenfahrrad sorgt für besser motivierte und zugleich gesündere Mitarbeiter. Auch sind gegenüber einem Firmenwagenprogramm die Kosten erheblich niedriger, so dass das Angebot mehr Mitarbeitern zu Gute kommt. Darüber hinaus kann es Teil einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie sein, also ein Filet-Stück in der Corporate-Social-Responsibility-Strategie. Das Firmenfahrrad stärkt das Umwelt- und Sozial-Prestige des Unternehmens. Es ist Teil des Employer- und Employee-Brandings.

Das Firmenfahrrad verbindet Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit, Gesundheit und Gehaltsvorteile

MK: Gibt es harte Kennzahlen für diese Vorteile?

MM: Für ein Unternehmen mit rund 1.000 Firmenfahrrädern haben wir eine Modellrechnung aufgemacht: Ein solches Unternehmen spart jährlich rund 125 Tonnen CO². Die Krankenquote geht um 21 Prozent zurück. In Summe führt dies zu einer Kosteneinsparung von rund 100.000,- Euro. Dabei sind die positiven Auswirkungen auf die Motivation der Mitarbeiter noch gar nicht berücksichtigt, die sich übrigens auch messen lässt. Kurz: Das Firmenfahrrad verbindet für Unternehmen Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit und für Mitarbeiter Gesundheit, Spaß und Gehaltsvorteile.

MK: Herr Maus, wie fahren Sie persönlich zur Arbeit?

MM: Aufgrund der Distanz muss ich hierfür (leider) die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Privat bin ich sehr viel auf einem Cannondale Scalpel 3 Carbon unterwegs. Ein Modell, das wir übrigens auch in unserem Dienstrad-Portfolio führen. Es ist uns wichtig, unseren Kunden eine möglichst große und umfassende Auswahl an Fahrrädern zur Auswahl zu stellen. Schließlich sollen unsere Firmenfahrräder nicht nur auf dem Arbeitsweg begeistern, sondern auch in der Freizeit.

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